GIMP: praktische Funktionen für die Bildbearbeitung

GIMP ist ein Programm, mit dem Sie Grafiken erstellen oder Fotos bearbeiten. Die Besonderheit der Software besteht darin, dass sie kostenlos erhältlich ist. Sie können GIMP direkt hier downloaden. Sie müssen dafür keinerlei Lizenzgebühren bezahlen. Das ist möglich, da eine aktive Gemeinschaft unentgeltlich an der Entwicklung mitarbeitet. Auf diese Weise entstand ein Programm, das selbst die Ansprüche professioneller Nutzer erfüllt. Es bietet unzählige Möglichkeiten, um ansprechende Grafiken zu erstellen oder um Fotos aufzuwerten. Ein kleiner Nachteil des Programms besteht jedoch darin, dass es nicht ganz so intuitiv wie die kommerziellen Konkurrenten ist. Doch stellt dies keinen Grund dar, um auf die Verwendung zu verzichten: Mit ein wenig Einarbeitung lernen Sie schnell alle wichtigen Funktionen kennen. Hier erhalten Sie eine kleine Hilfe für den Einstieg.

Die ersten Schritte: So starten Sie GIMP

Zunächst ist es notwendig, GIMP herunterzuladen. GIMP ist für viele unterschiedliche Betriebssysteme erhältlich. Die Installation kann sich dabei stark unterscheiden. Besonders einfach ist dies unter Windows. Hierbei müssen Sie lediglich den Installations-Assistenten aufrufen und mit wenigen Mausklicks den Prozess in Gang setzen. Sobald dies abgeschlossen ist, öffnet sich das Programm automatisch. Später ist dies einfach durch einen Klick auf das GIMP-Icon im Startmenü möglich.

Die ersten Einstellungen

Wenn Sie GIMP nach dem Download das erste Mal aufrufen, durchläuft das Programm einen kurzen Konfigurationsprozess. Dabei können Sie einige Einstellungen nach Ihren Wünschen vornehmen. Die Sprache erkennt die Software hingegen automatisch. Wenn Sie als Betriebssprache Ihres Computers Deutsch verwenden, sollte GIMP automatisch in dieser Version starten. Falls dies nicht der Fall ist, können Sie das jedoch auch unter Bearbeiten->Einstellungen->Oberfläche ändern – zumindest bei der aktuellen Ausführung. Die Arbeitsoberfläche besteht aus fünf Elementen: dem Werkzeugkasten, den Werkzeugeinstellungen, dem Bildfenster, einem Bedienfeld für Ebenen, Pfade und Kanäle sowie einem Bereich für Pinselformen, Muster und Farbverläufe. Diese Bereiche können Sie nach eigenen Wünschen in ihrer Größe und Position verändern. Dabei ist es möglich, die Einstellungen für weitere Anwendungen zu speichern.

Fotos und andere Grafiken mit GIMP öffnen, speichern und schließen

Ein Bild mit GIMP zu öffnen, ist ausgesprochen einfach. Sie müssen dafür einfach auf Datei und anschließend auf Öffnen klicken. Nun müssen Sie nur noch das gewünschte Bild anklicken. Das funktioniert für alle unterstützten Formate. Sollte es sich jedoch um ein PDF-Dokument handeln, öffnet sich ein zusätzlicher Dialog. Dabei können Sie auswählen, ob Sie die Datei als einzelne Seite oder als gesamtes Dokument öffnen. Daraufhin müssen Sie die Auswahl bestätigen, indem Sie auf Importieren klicken. Um das Bild zu schließen, müssen Sie auf Datei->Ansicht->Schließen klicken. Falls Sie es noch nicht gespeichert haben, öffnet sich ein Dialogfeld, um Sie darauf hinzuweisen.

Die besten GIMP-Effekte

GIMP bietet Ihnen mehr als hundert Filter, Werkzeuge und Effekte. Daher ist es hier nur möglich, einen Bruchteil davon zu beschreiben. Selbstverständlich verfügt das Programm über die gängigen Freihandwerkzeuge wie Stift, Pinsel und Farbeimer. Ansprechende Effekte erzielen Sie auch mit Airbrush und Tinte. Wenn Sie geometrische Formen einfügen möchten, stehen Ihnen nicht nur die gängigen Formen wie Ellipsen und Rechtecke zur Auswahl. Selbst komplexere Formen wie Sterne oder Spiralen fügen Sie mit wenigen Mausklicks ein. Bei den meisten dieser Werkzeuge können Sie sowohl die Stärke als auch die Farbe frei wählen. Es ist sogar möglich, einen Farbverlauf oder ein Muster vorzugeben. Um Ihre Fotos etwas aufzubessern, verwenden Sie einen der zahlreichen Filter. Sie haben beispielsweise die Möglichkeit, Ihr Foto mit einem Mausklick in ein Mosaik zu verwandeln. Ebenfalls sehr interessant ist der Leinwand-Effekt. Damit verleihen Sie dem Foto eine Struktur, die den Anschein erweckt, als wäre es auf einer Leinwand gemalt. So wirkt es wie ein Kunstwerk. Ein weiterer Filter sorgt dafür, dass das Foto wie ein Ölgemälde wirkt. Wenn Sie besonders kreative Ideen haben, können Sie mit GIMP sogar Ihre eigenen Filter und Effekte gestalten und auf Ihre Fotos anwenden.

Wie lerne ich GIMP?

GIMP wirkt für viele Nutzer auf den ersten Blick etwas verwirrend. Daher ist es gut zu wissen, dass vielfältige Hilfsmittel für die Einarbeitung bereitstehen. Wenn Sie mit der Maus über die einzelnen Werkzeuge fahren, erhalten Sie bereits viele nützliche Informationen, die die Anwendungen erleichtern. Außerdem gibt es ein ausführliches Handbuch. Darin sind alle Funktionen genau beschrieben. Schließlich sind im Netz zahlreiche Tutorials und Anleitungen erhältlich. Wenn Sie ganz intensiv einsteigen möchten, dann entdecken Sie im ganzen Bundesgebiet Angebote für Workshops und Seminare, die sich mit der Verwendung von GIMP befassen.

Hilfestellung bei Fragen und Problemen

Bei einem umfangreichen Programm wie GIMP kommt es trotz Handbuch und Tutorials immer wieder vor, dass Probleme auftreten, die der Anwender nicht selbst lösen kann. Manche User haben beispielsweise aus Versehen die Farben entsättigt und wundern sich, weshalb nur noch alles in Schwarz-Weiß erscheint. Andere suchen nach einer Möglichkeit, um die bearbeiteten Fotos wieder zurück auf die SD-Karte der Kamera zu übertragen oder um GIMP einfach wieder komplett zu deinstallieren. In all diesen Fällen hilft eine starke Community. In den offiziellen und inoffiziellen GIMP-Foren gibt es zahlreiche erfahrene Anwender, die Ihnen gerne mit kompetenten Ratschlägen zur Seite stehen.